Entwaldung in der Region Ost-Kalimantan in Indonesien

Entwaldung in Indonesien 2024 laut NGO erneut gestiegen

Freitag, 31. Januar 2025 | 08:31 Uhr

Von: APA/AFP

Die Entwaldung in Indonesien hat nach Angaben von Naturschützern im vergangenen Jahr erneut zugenommen. 260.000 Hektar Wald seien 2024 über das gesamte Land verteilt verloren gegangen, berichtete die Nichtregierungsorganisation Auriga Nusantara am Freitag mit Verweis auf Satellitenaufnahmen. Verglichen mit dem Vorjahr stellt das demnach eine Zunahme von mehr als 4.000 Hektar dar.

Laut Auriga Nusantara setzte sich dieser Trend bei der Abholzung von Wäldern nun bereits das dritte Jahr in Folge fort. Besonders betroffen seien Gebiete, die von der Regierung zur Entwicklung freigegeben worden seien. “Das ist besorgniserregend, denn es zeigt die Zunahme legaler Entwaldung”, erklärte der Vorsitzende der NGO, Timer Manurung. Er forderte einen dringenden Schutz der Wälder, vor allem in Kalimantan, wo derzeit die neue Hauptstadt des Landes entsteht und die größten Verluste zu verzeichnen sind.

Regierung hat Umwandlungspläne für Millionen Hektar Wald

Die indonesische Regierung plant, Millionen von Hektar Wald in Flächen umzuwandeln, die stattdessen für den Anbau von Nahrungsmitteln und die Gewinnung von Energie wie etwa Biogas genutzt werden sollen. Umweltschützer warnten bereits vor drastischen Folgen für die Waldflächen in dem südostasiatischen Land.

Indonesien hat eine der höchsten Entwaldungsraten der Welt. Zu den Hauptursachen gehören Holzplantagen, der Anbau von Palmöl und in zunehmendem Maße auch der Abbau wichtiger Mineralien. Die Regenwälder des Landes gehören zu den artenreichsten der Welt und bieten wichtige Lebensräume für bedrohte und gefährdete Arten. Zudem tragen sie maßgeblich zur Senkung von CO2 bei.

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