Partner der toten 35-Jährigen stellt sich

Frauenmord in Bozen: Geständnisaussagen liegen vor

Dienstag, 25. Oktober 2022 | 08:17 Uhr
Update

Von: luk

Bozen – Der Lebensgefährte von Alexandra Elena Mocanu (35), die am Sonntag tot in ihrer Wohnung in Bozen aufgefunden worden war, hat sich am Montagnachmittag bei der Polizei in Bozen gestellt.

Avnì Mecja (27) stammt aus Albanien. Am Sonntag war er in seine Heimat geflogen. Am Montag ist er aber wieder zurückgekehrt und hat sich bei den Behörden gemeldet. Er steht bekanntlich im Verdacht, für den Tod seiner Partnerin verantwortlich zu sein.

Mecja wurde bis in die Morgenstunden von der stellvertretenden Staatsanwältin Claudia Andres angehört und anschließend ins Gefängnis überstellt, berichtet die Zeitung Alto Adige. Die Staatsanwaltschaft spricht von “Geständnisaussagen”. Was zu seinem Sinneswandel und der Rückkehr geführt hat, ist nicht bekannt, dürfte er aber den Ermittlern erklärt haben. Womöglich wurde er von seiner Familie in Albanien dazu bewogen, sich zu stellen.

Wie berichtet, wurde der Leichnam von Alexandra Mocanu am Sonntagnachmittag in einer Wohnung in der Bozner Trieststraße aufgefunden. Die aus Rumänien stammende 35-Jährige war in eine Decke gewickelt. Am leblosen Körper sollen Spuren stumpfer Gewalteinwirkung festgestellt worden sein. Die Ermittler haben eine Autopsie angeordnet, um die Todesursache zu klären. Diese wurde gestern durchgeführt. Die Ergebnisse sind noch nicht bekanntgegeben worden. Bisher haben sich die zuständigen Behörden nur spärlich zu dem Fall geäußert – aus ermittlungstechnischen Gründen, wie es heißt.

Am Montagvormittag teilte die Staatsanwaltschaft dann Folgendes mit:

Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass in den frühen Morgenstunden des 25.10.2022 die Festnahme eines albanischen Staatsangehörigen angeordnet worden ist, gegen den wegen des Verdachts der erschwerten vorsätzlichen Tötung der rumänischen Staatsangehörigen M.A.E. ermittelt wurde. Die Frau war leblos in der gemeinsamen Wohnung der beiden in der Triester Straße 42/D in Bozen aufgefunden worden. Nach den gesammelten Indizien und den Geständnisaussagen der beschuldigten Person hat die kriminalpolizeiliche Abteilung der Quästur Bozen die Festnahmeverfügung ausgeführt. Am heutigen Tag wird die Obduktion der Leiche vorgenommen, die gestern von der Staatsanwaltschaft angeordnet worden ist. Unter Wahrung der Unschuldsvermutung gegenüber der beschuldigten Person wird innerhalb der vorgesehenen Verfahrensfristen beim Richter für die Vorerhebungen die Bestätigung der Festnahme beantragt.

Das Paar war vor wenigen Monaten von Verona in die Südtiroler Landeshauptstadt übersiedelt. Der Bauarbeiter hatte bereits Vorstrafen wegen häuslicher Gewalt gegenüber der 35-Jährigen angesammelt. Die Mutter eines nur wenige Jahre alten Jungen arbeitete in Südtirol in einer Bar im Einkaufszentrum “Centrum” in der Galvanistraße. Der Junge lebt bei seinen Großeltern in Rumänien. Die Nachbarn des Paares berichten von regelmäßigen Streitigkeiten. Auch am vergangenen Samstag soll es zu einem lautstarken Streit gekommen sein.

Bezirk: Bozen