Von: apa
Im Zusammenhang mit den in der Vorwoche aufgeflogenen Fällen von Hass-Kriminalität (“Hate Crime”) sind nun nähere Informationen über zwei Fälle im Bundesland Salzburg bekannt geworden. Sowohl im Pinzgau als auch im Pongau soll jeweils ein Mann zu einem vermeintlichen Sextreffen mit einer Frau bzw. einer Jugendlichen gelockt und dann brutal überfallen worden sein. Einem der Opfer wurde sogar der Kopf kahl rasiert, berichteten die “Salzburger Nachrichten” (SN) am Mittwoch.
Beide Überfälle dürften sich im Oktober 2024 ereignet haben. Im Pongau wurde ein Mann in einen Park gelockt, wo ihm ein Treffen mit einer jungen Frau in Aussicht gestellt worden war. Dort soll er dann von hinten niedergeschlagen und mit Pfefferspray attackiert worden sein. Die Täter rasierten ihm dann den Kopf kahl, einer prügelte das Opfer mit einem Baseballschläger und einer trat ihm mit seinen Stiefeln gegen den Kopf. Der Mann hat dem Bericht zufolge mehrere Knochenbrüche erlitten.
Prügel statt Sextreffen mit 16-Jähriger auf Parkplatz
Beim zweiten Fall im Pinzgau hatte ein Mann über eine Dating-Plattform ein angeblich 16-jähriges Mädchen kennengelernt und dann ein Sextreffen bei einem Parkplatz vereinbart. Dorthin soll dann auch tatsächlich eine junge Frau gekommen sein, allerdings tauchten gleich danach auch mehrere maskierte Täter auf, die den Mann niedergeschlagen, mit Pfefferspray besprüht und ihm Fußtritte versetzt haben sollen. Auch dieses Opfer wurde dabei erheblich verletzt.
Vergangenen Freitag hat es im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz in sieben Bundesländern – alle außer Kärnten und Vorarlberg – und in der Slowakei insgesamt 26 Hausdurchsuchungen gegeben. 18 Personen wurden festgenommen, gegen 13 davon wurde Untersuchungshaft verhängt. Vier der in U-Haft sitzenden Beschuldigten kommen laut SN aus Salzburg (drei Männer und eine Frau). Sie sollen bei den zwei Überfällen im Pinzgau und Pongau beteiligt gewesen sein.
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