Von: luk
Bozen – Am Montagnachmittag musste die Staatspolizei in Bozen in die Venedigerstraße ausrücken: Ein Anwohner hatte zuvor einen Mann dabei ertappt, wie er parkende Autos beschädigte und Passanten bedrohte. Der Übeltäter, der in letzter Zeit mehrfach wegen ähnlicher Vorfälle polizeilich aufgefallen war, schrie lautstark und trat gegen Autos. Als er zur Ruhe ermahnt wurde, reagierte er aggressiv, nahm Steine vom Boden auf und schleuderte sie gegen Fahrzeuge und Personen.
Innerhalb weniger Minuten war die Polizei vor Ort und konnte den Mann, der sich in der Nähe aufhielt, festnehmen. Es handelt sich um E.T.K. (35) aus Marokko. Er hält sich illegal in Italien auf und hat bereits eine eigene Polizeiakte.
In den Tagen zuvor war der Nordafrikaner schon wegen aggressiven Verhaltens in anderen Teilen der Stadt, wie in der Zwölfmalgreinerstraße und der Amalfistraße, gemeldet worden. Auch dort hatte er, vermutlich unter Einfluss von Alkohol und Drogen, ohne ersichtlichen Grund Steine auf Passanten und parkende Autos geworfen. Zum Glück kam es bisher zu keinen schwereren Verletzungen.
E.T.K. wurde in der Folge wegen schwere Sachbeschädigungen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Aufgrund der wiederholten Vorfälle und der offensichtlichen Gefahr, die der Mann für die Öffentlichkeit darstellt, ordnete Quästor Paolo Sartori die sofortige Abschiebung des Mannes an. E.T.K. wurde in das Zentrum für Rückführungen in Gradisca d’Isonzo bei Görz gebracht, wo er auf seine Abschiebung nach Marokko wartet.
„Es ist inakzeptabel, dass jemand, der illegal in unser Land eingereist ist, statt sich zu integrieren, wiederholt gewalttätig und bedrohlich auftritt“, betonte Quästor Sartori. „Dieser Mann hat in verschiedenen Stadtteilen für Angst und Schrecken gesorgt, doch dank unseres Eingreifens können die Bewohner nun wieder beruhigt ihren Alltag aufnehmen.“