Bozner Richter hatte Verwarnung geschickt

Kölner Gericht gibt Urin-Proben Schwazers frei

Donnerstag, 01. Februar 2018 | 12:10 Uhr
Update

Von: luk

Bozen/Köln – Nach gut einem Jahr des Stillstands hat der Fall Schwazer nun wieder an neuen Schwung gewonnen. Seit Richter Walter Pelino am gestrigen Mittwoch mit einer Verwarnung aufhorchen ließ, geht es nun Schlag auf Schlag. Laut Medienberichten reagierte am heutigen Donnerstag das Kölner Gericht nämlich prompt mit einer Freigabegarantie. Das Datum für die Übergabe der Urin-Proben sei auf den 7. Februar festgelegt worden, berichteten Personen aus Schwazers Umfeld der Nachrichtenagentur AGI.

Die betreffenden Urin-Proben waren Schwazer am 1. Jänner 2016 in Kalch entnommen worden. Nach Feststellung von Spuren synthetischem Testosterons war der Südtiroler Olympiasieger von den Spielen in Rio wenige Wochen vor deren Beginn ausgeschlossen worden. Auf richterlichen Beschluss sollen die Proben im Labor der Carabinieri-Sondereinheit RIS in Parma nun erneut unter die Lupe genommen werden.

 

WAS BISHER BERICHTET WURDE (31.01.2018)

Noch immer befindet sich die fragliche Urinprobe von Alex Schwazer in Köln. Seit gut einem Jahr wartet man am Landesgericht Bozen darauf, dass die Proben des Gehers nach Parma zu einer Analyse geschickt werden.

Weil das noch nicht passiert ist, will Richter Walter Pelino laut Medienberichten eine formelle Verwarnung nach Köln schicken.

Bekanntlich hatten die am 1. Jänner 2016 entnommen Proben, dem Geher Alex Schwazer seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Rio gekostet.

Richter Pelino will den Behörden in Köln nun quasi ein Ultimatum stellen. Sind bis zu einem vorgegebenen Datum die Proben nicht freigegeben worden, will der Richter auch eine Anzeige in Betracht ziehen.

Bezirk: Bozen