Menschen stellen sich in Sagaing für Lebensmittelhilfen an

Mehr als 3.000 Tote in Myanmar nach Erdbeben

Donnerstag, 03. April 2025 | 12:43 Uhr

Von: APA/Reuters

Knapp eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist die Zahl der Todesopfer auf 3.085 gestiegen. 4.715 weitere Menschen seien verletzt und 341 würden vermisst, teilte die herrschende Militärjunta am Donnerstag mit. Internationale Hilfsorganisationen warnen, dass die anhaltend extreme Hitze und heftige Regenfälle zu Krankheitsausbrüchen unter den im Freien kampierenden Überlebenden führen könnten.

Dies würde die unter dem Bürgerkrieg ohnehin schon leidenden Rettungsbemühungen noch schwieriger machen. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor einem steigenden Risiko von Cholera und anderen Krankheiten in den am schlimmsten betroffenen Gebieten wie Mandalay, Sagaing und der Hauptstadt Naypyidaw. “Cholera bleibt für uns alle ein besonderes Problem”, sagte Elena Vuolo, stellvertretende Leiterin des Büros in Myanmar.

Jede zweite Gesundheitseinrichtung beschädigt oder zerstört

Das Risiko werde noch dadurch verschärft, dass in den Erdbebengebieten rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen beschädigt worden sei, darunter auch die durch das Erdbeben zerstörten Krankenhäuser in Mandalay und Naypyidaw. Zu den Krankheiten, die durch anhaltende Krisen wie in Myanmar entstehen könnten, gehörten Hautkrankheiten, Malaria und Dengue-Fieber, sagte sie.

Rettungsteams aus 17 Ländern helfen

Laut einem Sprecher der Militärjunta seien Rettungsteams aus 17 Ländern eingetroffen, die fast 1.000 Tonnen Hilfsgüter mitgebracht hätten. “Wir haben die Such- und Rettungsarbeiten fortgeführt und möchten uns besonders für die harte Arbeit der internationalen Gemeinschaft und der medizinischen Teams bedanken.”

Das Erdbeben der Stärke 7,7 vom vergangenen Freitag, eines der stärksten in Myanmar seit einem Jahrhundert, erschütterte eine Region mit 28 Millionen Einwohnern. Gebäude wie Krankenhäuser stürzten ein, ganze Gemeinden wurden nahezu zerstört und viele Menschen blieben ohne Nahrung, Wasser und Obdach zurück. Das Beben war auch in den Nachbarländern zu spüren. In der thailändischen Hauptstadt Bangkok stürzte ein 30-stöckiges, in Bau befindliches Hochhaus ein. Dort wurden inzwischen 22 Tote geborgen, mehr als 70 Menschen gelten noch als vermisst.

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