Von: luk
Primiero San Martino di Castrozza – Eine Lawine hat am Dienstag gegen 13.45 Uhr in den Dolomiten mehrere Tourengeher erfasst. Der Schneerutsch ereignete sich – wie berichtet – auf 2.900 Metern Höhe an der Cima Mulaz im Gebirgsmassiv der Pale di San Martino am Rollepass.
Fünf Personen von den Schneemassen mitgerissen. Vier von ihnen blieben unverletzt und konnten eigenständig ins Tal zurückkehren. Ein 29-jähriger Mann aus Schenna in Südtirol wurde jedoch verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden.
Der Skitourengeher war unter den Augen seiner vier Begleiter – darunter seiner Freundin – in einen Kanal gestürzt, nachdem sich eine oberflächliche Schneeschicht gelöst hatte. Er wurde mehrere Meter mitgerissen und erlitt dabei mehrere Verletzungen. Trotz seiner Verletzungen konnte er selbst den Notruf wählen und Hilfe anfordern.
Unmittelbar nach dem Abgang der Lawine wurde Alarm ausgelöst. Die Einsatzkräfte der Bergrettung und ein Rettungshubschrauber eilten zur Unfallstelle. Trotz schwieriger Wetterbedingungen gelang es dem Helikopter, den Verunglückten mithilfe einer Seilwinde zu bergen. Anschließend wurde er in das Krankenhaus Santa Chiara in Trient gebracht, wo er am selben Tag wieder entlassen wurde.
Die Rettungsarbeiten wurden von den Bergrettungsteams aus Primiero, San Martino di Castrozza und Caoria sowie von der Bergrettung der Finanzpolizei am Rollepass unterstützt. Der Einsatz endete gegen 15.00 Uhr.
In den vergangenen Wochen kam es in der Region zu mehreren Lawinenunfällen. Experten warnen vor den aktuellen Bedingungen und raten Skitourengehern sowie Wanderern zur erhöhten Vorsicht angesichts der plötzlichen Temperaturschwankungen. Es wird empfohlen, vor Touren die aktuellen Lawinenberichte genau zu studieren.
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