Riesige Explosion einer Gaspipeline in der Nähe von Kuala Lumpur

Über 100 Verletzte bei Explosion von Gaspipeline in Malaysia

Dienstag, 01. April 2025 | 14:18 Uhr

Von: APA/dpa/AFP

Bei einer Explosion mit anschließendem Großbrand durch ein Gasleck sind in Malaysia mehr als 100 Menschen verletzt worden. Rund 60 von ihnen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte der Vize-Polizeichef des nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur gelegenen Bundesstaates Selangor, Mohamad Zaini Abu Hassan, dem örtlichen Sender Astro Awani am Dienstag. Laut Feuerwehr war das Feuer durch ein Leck an einer Gasleitung verursacht worden, das sich auf fast 500 Metern erstreckte.

Der Unfall ereignete sich in der Früh in der Gemeinde Putra Heights an einer Pipeline des staatlichen Konzerns Petronas, wie die zuständige Einsatzstelle Smart Selangor Operation Centre (SSOC) mitteilte. Die Flammen waren kilometerweit zu sehen. Todesopfer wurden zunächst keine gemeldet. Von dem Feuer, das während der Eid-al-Fitr-Feiern zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan ausbrach, waren 190 Häuser und 148 Fahrzeuge betroffen, sagte Hassan.

Zahlreiche Anrainer mussten ihre Häuser verlassen. Insgesamt seien 300 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Für sie wurde nach Angaben der Regierung von Selangor eine Notunterkunft in einer Moschee eingerichtet. Die Gaszufuhr an der betroffenen Pipeline des malaysischen Staatsunternehmens Petronas wurde abgeschaltet, wie die Feuerwehr mitteilte.

Explosion mit riesigem Feuerball

Der 49 Jahre alte Nizam Mohamad Asnizam, der nur etwa 100 Meter vom Brandort entfernt lebt, floh mit seiner Familie im Auto. “Als ich aufgewacht bin, sah ich das Feuer wüten, mit einem außerordentlichen Lärm”, sagte er. “Dieses Geräusch war beängstigend. Es fühlte sich an, als ob ein Flugzeugmotor neben mir wäre.” In einem in Online-Netzwerken veröffentlichten Video war offenbar eine Explosion am Brandort mit einem riesigen Feuerball zu sehen. Ein anderes zeigte eine in Rauch eingehüllte Wohngegend mitsamt verkohlten Bäumen und ausgebrannten Autos mit einem riesigen Feuer im Hintergrund.

Mehrere Menschen waren zeitweilig in umliegenden Häusern eingeschlossen. Retter waren im Einsatz, um sie zu befreien. Unterdessen kämpften fast 80 Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen. Augenzeugen berichteten, die Explosion habe sich zunächst angefühlt wie ein Erdbeben.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen