Schwerer Unfall auf der Südautobahn

Vier Tote bei schwerem Unfall auf A2 in NÖ

Dienstag, 01. April 2025 | 18:29 Uhr

Von: apa

Vier Tote und mehrere Schwer- sowie Leichtverletzte hat Dienstagfrüh ein Unfall auf der Südautobahn (A2) im Raum Scheiblingkirchen (Bezirk Neunkirchen) gefordert. Ein mit acht ukrainischen Staatsbürgern besetzter Kleinbus war nach Polizeiangaben in den Morgenstunden auf einen Lkw mit spanischer Zulassung aufgefahren. Vier weibliche Insassen des Transporters im Alter von 53 bis 64 Jahren kamen ums Leben. Die Autobahn war in Richtung Wien für mehrere Stunden gesperrt.

Ereignet hatte sich die Kollision gegen 6.20 Uhr. Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager dürfte der mit zwei peruanischen Staatsbürgern (43 und 51) besetzte Lkw einen Parkplatz verlassen und vom Beschleunigungsstreifen auf die erste Fahrspur gewechselt haben. Der Kleinbus, in dem sich ein 52-Jähriger am Steuer und sieben Frauen befanden, krachte in der Folge gegen das Schwerfahrzeug. Vier der weiblichen Insassen kamen ums Leben. Sie waren laut Polizei 53, 54, 61 und 64 Jahre alt. Der 52-Jährige und die drei weiteren Frauen, deren Identitäten vorerst noch nicht geklärt waren, erlitten schwere Verletzungen. Lenker und Beifahrer des Lkw kamen mit leichten Blessuren davon. Die Patienten wurden in Krankenhäuser nach Wiener Neustadt, Wien und Eisenstadt transportiert.

Drei Notarzthubschrauber rückten aus

Ausgerückt waren drei Notarzthubschrauber des ÖAMTC. Ebenfalls an Ort und Stelle waren drei Notarzt- sowie neun Rettungsfahrzeuge von Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariterbund und vom SMD-Rettungsdienst.

Auf der A2 bildete sich kilometerlanger Stau. Auch auf der Ausweichstrecke über die B54 gab es Zeitverlust. Die Autobahn in Richtung Wien blieb bis in die Vormittagsstunden hinein gesperrt.

Feuerwehr und Polizei waren unterdessen an der Unfallstelle gefordert. Seitens der Exekutive wurden etwa “Vermessungen mittels Drohne durchgeführt”, sagte Chefinspektor Baumschlager. Befragungen der Schwerverletzten waren vorerst nicht möglich, weshalb auch Grund und Ziel der Fahrt des Kleinbusses zunächst offen blieben. Schlepperei wurde allerdings ausgeschlossen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Klärung der Identitäten der drei Frauen werden fortgesetzt, teilte die Polizei am frühen Dienstagabend mit.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen