Klimakommissar Hoekstra offen für Zugeständnisse an skeptische Länder

EU-Kommission für Pragmatismus bei Klimazielen für 2040

Donnerstag, 03. April 2025 | 15:27 Uhr

Von: APA/AFP

In der Debatte um die noch ausstehenden Klimaziele der EU bis 2040 hat sich EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra offen für Zugeständnisse an skeptische Länder wie Tschechien und Italien gezeigt. “Wir werden einen gewissen Pragmatismus brauchen”, sagte Hoekstra am Donnerstag. Er wolle “bis zum Sommer” offiziell einen Vorschlag für das EU-Ziel für die CO2-Reduktion bis 2040 vorlegen.

Bisher hatte die Kommission eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 als Ziel ausgegeben, aber noch keinen Vorschlag für die nötige Gesetzesänderung vorgelegt. Länder wie Tschechien und Italien hatten sich in den vergangenen Wochen für niedrigere Ziele ausgesprochen.

Ziel sei weiter, eine Verringerung von 90 Prozent im Gesetz festzuhalten, erklärte Klimakommissar Hoekstra am Donnerstag. “Ich bin da optimistisch”, fügte er hinzu. Offen ist, ob die Kommission den Mitgliedstaaten Spielraum dabei gibt, wie sie die Ziele erreichen. Hinter den Kulissen wird etwa eine anteilige Anrechnung von Emissionen aus dem Ausland diskutiert.

Noch ein bisschen mehr Zeit

“Wir brauchen eindeutig noch ein bisschen mehr Zeit”, sagte Hoekstra weiter. Die Kommission wolle sich im Voraus absichern, dass sie für ihren Vorschlag die nötige Mehrheit unter den 27 EU-Ländern und im Europaparlament hinter sich hat. Er sei “zuversichtlich”, dass bis zum Sommer eine Einigung zustande komme.

Darauf schauen auch Länder außerhalb der EU. Denn von den Plänen für 2040 will die Kommission ihr Klimaziel für 2035 ableiten, mit dem die EU zur nächsten UNO-Klimakonferenz im November in Brasilien reisen will. Eine Frist für dieses Ziel im Februar hat die Kommission bereits verstreichen lassen.

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Klimakommissar Hoekstra offen für Zugeständnisse an skeptische Länder

EU-Kommission für Pragmatismus bei Klimazielen für 2040

Uhr

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In der Debatte um die noch ausstehenden Klimaziele der EU bis 2040 hat sich EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra offen für Zugeständnisse an skeptische Länder wie Tschechien und Italien gezeigt. “Wir werden einen gewissen Pragmatismus brauchen”, sagte Hoekstra am Donnerstag. Er wolle “bis zum Sommer” offiziell einen Vorschlag für das EU-Ziel für die CO2-Reduktion bis 2040 vorlegen.

Bisher hatte die Kommission eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 als Ziel ausgegeben, aber noch keinen Vorschlag für die nötige Gesetzesänderung vorgelegt. Länder wie Tschechien und Italien hatten sich in den vergangenen Wochen für niedrigere Ziele ausgesprochen.

Ziel sei weiter, eine Verringerung von 90 Prozent im Gesetz festzuhalten, erklärte Klimakommissar Hoekstra am Donnerstag. “Ich bin da optimistisch”, fügte er hinzu. Offen ist, ob die Kommission den Mitgliedstaaten Spielraum dabei gibt, wie sie die Ziele erreichen. Hinter den Kulissen wird etwa eine anteilige Anrechnung von Emissionen aus dem Ausland diskutiert.

Noch ein bisschen mehr Zeit

“Wir brauchen eindeutig noch ein bisschen mehr Zeit”, sagte Hoekstra weiter. Die Kommission wolle sich im Voraus absichern, dass sie für ihren Vorschlag die nötige Mehrheit unter den 27 EU-Ländern und im Europaparlament hinter sich hat. Er sei “zuversichtlich”, dass bis zum Sommer eine Einigung zustande komme.

Darauf schauen auch Länder außerhalb der EU. Denn von den Plänen für 2040 will die Kommission ihr Klimaziel für 2035 ableiten, mit dem die EU zur nächsten UNO-Klimakonferenz im November in Brasilien reisen will. Eine Frist für dieses Ziel im Februar hat die Kommission bereits verstreichen lassen.

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