Flavio Bolsonaros Vater Jair hatte Trump tatkräftig unterstützt

Insider: Trump unterstützt Bolsonaros Machtanspruch nicht

Freitag, 30. Oktober 2026 | 12:45 Uhr

Von: importer

Die US-Regierung will sich Insidern zufolge nicht dem Anspruch des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flavio Bolsonaro auf die Führung seines Landes anschließen. Präsident Donald Trump habe derzeit nicht vor, Bolsonaros politische Ambitionen zu unterstützen, sagten zwei Insider am Donnerstag. Trump könne seine Haltung aber noch ändern. Der Rechtspopulist Bolsonaro ist in die USA geflohen.

Ermittlungen wegen Korruption und Geldwäsche

Die Entscheidung zur Ausreise nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl am Sonntag gegen den linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva fiel Insidern zufolge in letzter Minute, nachdem ein Richter des Obersten Gerichtshofs in Brasilien die Einziehung von Bolsonaros Pass angeordnet hatte. Gegen ihn wird wegen mutmaßlicher Geldwäsche ermittelt, er bestreitet die Vorwürfe. Ein Berater Trumps half einem Insider zufolge bei der Organisation der Flucht. Auf Empfehlung von US-Außenminister Marco Rubio habe Trump der Einreise Bolsonaros zugestimmt. Die US-Behörden erteilten ihm und den Familienangehörigen in seiner Begleitung vorläufige Aufenthaltserlaubnisse.

Am Mittwoch erklärte sich Bolsonaro dann auf der Onlineplattform X zunächst zum “gewählten Präsidenten”. Wenig später korrigierte er diese Version und bezeichnete sich stattdessen als rechtmäßigen “Anführer” Brasiliens. Sein Vater, Ex-Präsident Jair Bolsonaro, sitzt in Brasilien im Gefängnis. Er war nach seiner Niederlage gegen Lula 2022 ebenfalls in die USA gereist und hatte sich geweigert, das Ergebnis anzuerkennen. Nach seiner Rückkehr nach Brasilien wurde er wegen Planung eines Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilt.

Unter Trump hat sich die US-Regierung über Jahre hinweg für die Bolsonaros starkgemacht. Nach der Wahl am Sonntag hatte Trump erklärt, es sehe danach aus, als ob bei der Abstimmung manipuliert worden sei. Gleichzeitig betonte er, keinen der Kandidaten offiziell unterstützt zu haben. Zudem erklärte er, ein gutes Verhältnis zum Wahlsieger Lula zu pflegen. Das Weiße Haus verwies eine Anfrage nach einer Stellungnahme an das Außenministerium, das jedoch nicht antwortete. Die brasilianische Regierung sowie ein Vertreter Bolsonaros reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

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