Von: luk
Bozen – Armut ist auch in Südtirol ein drängendes Problem, bleibt aber oft verborgen. Mit einem Beschlussantrag im Landtag will Franz Ploner (Team K) das Landtagspräsidium dazu bewegen, das Manifest „Alle gegen Armut in Südtirol“ zu unterzeichnen. Zudem soll eine regelmäßige Anhörung des Armutsnetzwerks im Landtag erfolgen, um Maßnahmen zu überprüfen und anzupassen.
Das Manifest, das im Oktober 2024 vom Dachverband für Soziales und Gesundheit (KDS) vorgestellt wurde, fordert ein umfassendes Konzept zur Prävention und Bekämpfung von Armut. Dabei werden leistbares Wohnen, faire Löhne, Bildung und gezielte Unterstützungsangebote als zentrale Maßnahmen genannt.
Laut Ploner müsse das Land Südtirol seine gesetzgeberische und verwaltungstechnische Tätigkeit stärker an den Prinzipien des Manifests ausrichten. Ein koordiniertes Armutsnetzwerk soll gesellschaftliche Akteure zusammenbringen und politische Impulse setzen.
„Soziale Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie“, betont Ploner. Die Erfahrungen von Sozialdiensten und Hilfsorganisationen zeigten, dass viele Menschen in Südtirol auf Unterstützung angewiesen seien. Er hoffe daher auf breite Zustimmung für seinen Antrag im Landtag.
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