vom 3. bis 15. April 2025 in Meran

Musikfestival Sonora 708 unter dem Titel „DOUBLE“

Freitag, 04. April 2025 | 00:01 Uhr

Von: First Avenue

Heuer finden die Konzerte in insgesamt vier Veranstaltungsorte statt: Palais Mamming, Theater in der Altstadt, Kunst Meran und im Kursaal. In diesem Jahr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Genres und herausragenden Künstlern. Tauchen Sie ein in eine fesselnde musikalische Entdeckungsreise mit Marcello Fera (im Bild) , der als künstlerischer Leiter und Musiker in einer Doppelrolle auftritt.

Marcello Fera ist als Komponist, Interpret und Dirigent tätig. 1966 in Genua geboren, hat er am dortigen Konservatorium „N.Paganini“ das Violindiplom abgelegt. Als Zwölfjähriger debutierte er im Theater als Violinist und Improvisator. Während seiner Ausbildungszeit sammelte er Erfahrungen in der Orchester- Kammer- und Theatermusik und in Ensembles, die über das klassische Repertoire hinausgehen. Außerdem widmete er sich auch der Barockmusik auf Originalinstrumenten.
Anfangs der Neunziger Jahre gründete er eigene Ensembles, die im Bereich der Improvisation, des Liedes und des klassischen Repertoires angesiedelt sind. Seit 1996 ist er immer mehr als Komponist und Dirigent tätig. Seine eigenen Werke werden in Konzerten und Festivals auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene regelmäßig dem Publikum vorgestellt. Er ist musikalischer Leiter des Conductus Ensembles, das er 1999 gegründet hat, künstlerischer Leiter der Konzertsaison Sonora und Verantwortlicher für den musikalischen Bereich von Kunst Meran.
Als Komponist erteilen ihm verschiedene Konzert- und Theaterinstitutionen, Ensembles, Solisten und Privatpersonen Kompositionsaufträge.
Sowohl als Interpret als auch als Komponist wurde er von der RAI, dem Bayrischen Rundfunk, von ZDF, ORF und Radio France aufgenommen und in Fernseh- und Radiosendungen ausgestrahlt.
Seine Kompositionen sind bei Bottega Discantica und Rai Trade – Ducale auf CD erschienen.

Das Festival bietet ein abwechslungsreiches, vielfältiges Programm und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Zusammenstellung verschiedener Musikgenres aus,
welche sowohl eigene Kompositionen als auch Werke von Meisterkomponisten umfasst.

Double
Double, das Doppel, ist eine wichtige Erscheinung in unserer Welterfahrung und in der menschlichen Kultur. Zwillingspaare sind Bestandteil verschiedener Schöpfungs- und Gründungsmythen auf der ganzen Welt und füllen seit vielen Jahrhunderten unsere Literatur, unser Theater sowie in jüngerer Zeit auch die Filmkunst mit vielfältigen Bedeutungen. Die Struktur der DNA selbst, der Ursprung jeder bekannten Lebensform, bietet uns eine Abfolge von Zwillingspaaren von Chromosomen, und es wird vermutet, dass sich ihre spiralförmige Doppelhelix im antiken Symbol des Caduceus widerspiegelt, die zwei identischen Schlangen, welche sich symmetrisch um einen geflügelten Stab winden und tagtäglich auf Apothekenschildern zu sehen sind. Zuletzt sind auch etliche Organe und Gliedmaßen unseres Körpers doppelt vorhanden. Das Motiv des Doppels als Gleiches aber Entgegengesetztes, als Spiegel, als Ergänzung, als Schatten, als komisches und desorientierendes Element ist bereits seit der Antike tief verwurzelt; Sonora 708 erforscht es, von Treffen zu Treffen, ausgehend von unterschiedlichen Ansätzen und Gesichtspunkten. In Wort und Musik.

Foto: © Verein Conductus

In diesem Jahr verdoppelt sich auch das Festival selbst mit einem herbstlichen Zusatz.
So inszeniert der Verein Conductus im Auftrag der Gemeinde Meran den Don Giovanni von Mozart und Da Ponte, um das Puccini-Theater bei seiner Wiedereröffnung nach der Restaurierung einzuweihen.
Nach dieser Inszenierung bietet Conductus eine weitere Veranstaltung an, die das komische Doppel von Mozarts Meisterwerk darstellt, nämlich eine Bearbeitung der Oper, die vom Komponisten Andrea Chenna gemäß einer bereits zur Zeit der Uraufführung historisch bezeugten, „alternativen“ Interpretationsidee konzipiert und vorbereitet wurde.

08.04.2025 – THEATER IN DER ALTSTADT – 20.30 Uhr
DIE KATZE UND DER FUCHS Gabriele Mirabassi & Simone Zanchini in concerto / in Concert Gabriele Mirabassi – Klarinette und Komposition Simone Zanchini – Klarinette und Komposition Ein Gipfeltreffen zwischen zwei großen Virtuosen ihres Instruments und Protagonisten der internationalen Musikszene. Die musikalische Vielseitigkeit, die beide auszeichnet, erlaubt es ihnen, sich mit Leichtigkeit sowohl in der Welt des Jazz als auch der klassischen Musik zu entfalten.
In Zusammenarbeit mit Theater in der Altstadt – www.tida.it
09.04.2025 – THEATER IN DER ALTSTADT – 20.30 Uhr
PINOCCHIO – EIN HEILIGES BUCH Igor Sibaldi – Vortragender
Igor Sibaldi, Schriftsteller, Philologe, Übersetzer und Essayist, liefert seine Lesart des Werks von Collodi, das keineswegs „nur“ als Kinderbuch oder „nur“ als literarisches Meisterwerk verstanden wird, sondern als wahrhaft heilige Schrift mit einer Fülle von biblischen Bezügen und erlösenden Weisungen für die menschliche Existenz, die in einem uralten Wissen wurzeln. In Zusammenarbeit mit Theater in der Altstadt  www.tida.it

11.04.2025 – KUNST MERAN – 18.30 Uhr
DOPPELWURZEL (I) Masimba Hwati, Belinda Kazeem-Kaminski: Storming Breath. Soundings to Asue* (2025) vor Ort gebaute Instrumente aus recycelten Materialien Masimba Hwati präsentiert gemeinsam mit Belinda Kazeem-Kamiński, der Autorin der Ausstellung Aerolectics im Kunst Meran, eine Performance, die sich der Erforschung von Atem, Klang und Resonanzen im Zusammenhang mit der Geschichte von Asue widmet. Asue, ein junges Mädchen, das im 19. Jahrhundert aus dem Sklavenhandel entführt und in einer religiösen Einrichtung in Bruneck eingesperrt wurde, ist die Protagonistin der aktuellen Ausstellung.
In Zusammenarbeit mit Kunst Meran – www.kunstmeranoarte.org

11.04.2025 – KUNST MERAN – 20.30 Uhr
DOPPELWURZEL (II)
Nkisi (Melika Ngombe Kolongo): Serpent Songs (2025) Musikperformance Nkisi – Samplig e / und DJ set Im Rahmen der Ausstellung Aerolectics lädt Belinda Kazeem-Kamiński Nkisi zu einer Klangperformance ein, die auf bestimmte Elemente der Ausstellung anspielt, insbesondere auf die Minkisi, in weiten Teilen Zentralafrikas verbreitete Fetische, die Träger spiritueller Kraft sind. Die Musik erscheint als ein bezaubertes Bewusstsein, das in der Lage ist, die Erzählung zu materialisieren, und dies gemäß den Traditionen, die von den musikalischen Traditionen des afrikanischen Kontinents übernommen wurden.
In Zusammenarbeit mit Kunst Meran www.kunstmeranoarte.org

15.04.2025 – KURSAAL – 20.30 Uhr DREI MAL DOPPELT Marcello Fera – Follephonia Doppia Franz Doppler – Konzert in D-Moll für zwei Flöten und Orchester Francis Poulenc – Konzert in D-Moll für zwei Klaviere und Orchester Antonio Caggiano – Vibraphon Carlo Jans e Chantal Veit – Flöte Paola Biondi e Debora Brunialti – Klavier Ensemble Conductus Marcello Fera – Solovioline und Leitung
Drei Doppelkonzerte bzw. Kompositionen für ein Soloinstrumente-Paar und Orchester, bilden dieses Programm, das vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart reicht.
Zum ersten Mal in Meran dabei sind der Flötist Carlo Jans, ein absoluter Star der internationalen Szene, und das etablierte Klavierduo Biondi – Brunialti. Nicht weniger bedeutsam ist die Anwesenheit von Antonio Caggiano, einen der führenden Perkussionisten Italiens und der jungen, aber bereits etablierten Meraner Flötistin, Chantal Veit.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule Meran – Passeier

RESERVIERUNGEN UNTER: Musik Festival Sonora
info@kunstmeranoarte.org
T. +39 0473 212643 von 10.00 bis 18.00 Uhr (Montag geschlossen)
Tickets: 20 €; 15 € reduziert für Mitglieder Conductus und Kunst Meran

VORSCHAU – HERBST 2025 29.08 – 30.08 – 31.08. 2025 Stadttheater Meran DON GIOVANNI von W.A.Mozart / L.Da Ponte Inszenierung anlässlich der Wiedereröffnung des Theaters nach den Restaurierungsarbeiten. Detaillierte Informationen zu dieser Initiative werden im Rahmen einer separaten Kommunikationskampagne außerhalb dieses Programms bereitgestellt.

25.09.2025 –Stadttheater Puccini – 20.30 Uhr
(Schulaufführung – 11 Uhr) DON GIOVANNI RELOADED Di Andrea Chenna da W.A.Mozart
Der Komponist Andrea Chenna ruft eine Interpretationshypothese des Don Giovanni als rein komische Oper in Leben, wie sie scheinbar zumindest von einigen schon zur Entstehungszeit angesehen wurde. Das Ergebnis ist eine „Verdoppelung“ der weltberühmten Oper, die in Chennas Bearbeitung für drei Sänger, einen Schauspieler und ein Keyboard ihre possenhaften Elemente freisetzt, diese zu Herrschern der Handlung macht und dadurch ein neues Gesicht enthüllt.

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