Erstes Halbfinalspiel geht knapp mit 4:2 an die Vienna Capitals

Foxes nach hartem Ringen in Wien geschlagen

Dienstag, 14. März 2017 | 22:53 Uhr

Von: ka

Wien – Nachdem der HCB Südtirol Alperia mit einem sicheren 4:1 die Black Wings aus Linz im Viertelfinale in die Schranken gewiesen hatte, wollten es nun die Cracks von Coach Tom Pokel wissen und auch den bis jetzt übermächtigen Vienna Capitals bereits in Spiel 1 ein Bein stellen.

Die Bozner hielten das Spiel in der Albert-Schultz-Halle in Wien für lange Zeit offen, erst in den letzten zehn Spielminuten gelangen den Wienern die zwei entscheidenden Tore. Bei Bozen fehlten weiterhin die langzeitverletzten Gander, Palmieri und Ramoser, wobei Gander bald wieder in die Mannschaft zurückkehren könnte.

Andreas Urban - Sportreport.biz/14.03.2017, Eissportzentrum Albert Schulzhalle Vienna, Wien, AUT, Eisholckey, EBEL, Vienna Capitals vs. HCB Südtirol, 1. Halbfinale, Playoff
Andreas Urban – Sportreport.biz/14.03.2017, Eissportzentrum Albert Schulzhalle Vienna, Wien, AUT, Eisholckey, EBEL, Vienna Capitals vs. HCB Südtirol, 1. Halbfinale, Playoff

Die Foxes spielten ein starkes erstes Drittel und störten die Hausherren mit einem hartnäckigen Forechecking bereits im Spielaufbau. Nach einem furiosen Start – wie erwartet – der Capitals erspielte sich der HCB Südtirol Alperia einige gute Torchancen, so mit einem Schuss von Yogan aus spitzem Winkel und einem Schuss im Liegen von Vallerand, auf der Gegenseite tauchte Pollastrone gefährlich vor Melichercik auf. Nach sechs Minuten gingen die Foxes in Führung: Insam gewann das Bully, Yogan schnappte sich die Scheibe, sein erster Schuss wurde noch vom Wiener Goalie geblockt, der Rebound landete aber im Kasten der Hausherren. Gegen Mitte des ersten Abschnittes schnürten die Wiener die Gäste für ein paar Minuten im eigenen Drittel ein, dann begann McGregor Sharp ein böses Foul an Brodie Reid, welcher benommen am Boden liegen blieb und nicht mehr weiterspielen konnte. Die Schiedsrichter sprachen dabei keine Strafe aus. Die Foxes konnten sich wieder aus der Umklammerung befreien und nutzten in der Folge eine Überzahlsituation nicht aus. Nach einem Getümmel vor Lamoureaux prüfte Nödl auf der Gegenseite den Bozner Schlussmann zweimal hintereinander.

APA/HERBERT NEUBAUER
APA/HERBERT NEUBAUER

Bozen überstand zu Beginn des Mitteldrittels mit Mühe ein Powerplay der Vienna und hatte in der dritten Minute die Riesenchance zur Doppelführung mit Daniel Frank, welcher alleine vor Lamoureaux vergab. Dann spielten für zehn Minuten nur die Capitals und schnürten die Foxes im eigenen Drittel ein. Es bedurfte aber einer 5:3 Überzahl für den Ausgleichstreffer der Hausherren und dieser war sehr glücklich, da Ryan Glenn den Schuss von Tessier ins eigene Tor ablenkte. Melichercik stand mehrmals im Mittelpunkt und hatte in der sechsten Minute auch das Glück auf seiner Seite, als ein Knaller von Bowmann nur an die Latte ging. Rotter forderte den Bozner Schlussmann mit einem Gewaltschuss zur nächsten Großtat heraus. Nach Hälfte des Spieles nutzten die Gäste ein Überzahlspiel. Nach einer schönen Puckstafette kam die Scheibe von Oleksuk zu Root, dieser legte für den freistehenden Marco Insam auf, welcher mit einem präzisen Schuss in die Kreuzecke die Foxes wieder in Führung brachte. Zwei Minuten später verpasste Vallerand nur um Haaresbreite die Scheibe alleinstehend vor dem Wiener Torhüter. Anschließend hatten die Bozner für fast zwei Minuten eine doppelte Überzahl, konnten dies aber trotz drückender Überlegenheit nicht in ein Tor ummünzen. In der letzten Minute des mittleren Abschnittes hatten die Gäste nochmals die Möglichkeit mit Yogan und Root auf Zuspiel von Vallerand den Vorsprung zu erhöhen.

Das Schlussdrittel begann nicht gut für die Foxes, denn bereits nach einer Minute glichen die Capitals durch Taylor Vause aus. Seymour rutschte in der Ecke aus, Tessier passte im Slot auf den ex-Bozner und dieser ließ Melichercik keine Abwehrmöglichkeit. Nach drei Minuten wäre Anton Bernard mit dem Bauerntrick fast erfolgreich gewesen, auch Kapitän Egger hatte die nochmalige Führung für seine Mannschaft auf Pass von Sparks auf dem Schläger. Fast genau zur Hälfte des letzten Drittels gingen die Capitals zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Die Bozner Defensive brachte die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone weg und Pollastrone bedankte sich mit dem dritten Tor für Wien. In Unterzahl rettete Melichercik mit einem Big Save seine Mannschaft vor einem weiteren Treffer, musste aber kurz darauf zum vierten Mal kapitulieren. Tessier brachte im Powerplay mit einem präzisen Schuss ins lange Eck den Sieg für Vienna ins Trockene. Tom Pokel brachte zwei Minuten vor Spielende den sechsten Feldspieler, aber ohne Erfolg.
Spiel 2 der Halbfinalserie gegen die Vienna Capitals steigt am Freitag 17. März in der Bozner Eiswelle. Spielbeginn ist um 19,45 Uhr.

UPC Vienna Capitals – HCB Südtirol Alperia 4:2 (0:1 – 1:1 – 3:0)
Die Tore: 06:28 Andrew Yogan (0:1) – 24:34 PP2 Kelsey Tessier (1:1) – 32:28 PP1 Marco Insam (1:2) – 41:16 Taylor Vause (2:2) – 49:49 Jerry Pollastrone (3:2) – 54:39 PP1 Kelsey Tessier (4:2)
Schiedsrichter / Linesmen: Nikolic, Smetana / Nemeth, Seewald
Zuschauer: 4900

Bezirk: Bozen