Nick Petersen rauscht mit dem KAC ins Finale

KAC folgt Salzburg mit 2:0 gegen Linz ins ICE-Finale

Dienstag, 01. April 2025 | 22:21 Uhr

Von: apa

Das Finale der ICE Hockey League heißt wie im Vorjahr Red Bull Salzburg gegen KAC. Der Rekordmeister aus Klagenfurt setzte sich am Dienstag im entscheidenden siebenten Spiel der Halbfinal-Serie gegen die Black Wings Linz zu Hause mit 2:0 (0:0,1:0,1:0) durch. Die Tore erzielten Raphael Herburger (38.) und Nick Petersen (53.). Die Finalserie, die ebenfalls über maximal sieben Spiele geht, beginnt am Freitag in Klagenfurt.

Die Linzer, die sich im Play-off-Verlauf bereits mehrfach nach Rückständen zurückgekämpft hatten, versteckten sich vor 4.403 Zuschauern in der Heidi Horten Arena nicht. Eine erste Topchance ließ Graham Knott ungenützt (10.). Auf der Gegenseite brachte KAC-Kapitän Thomas Hundertpfund den Puck nicht im Tor unter (11.). Der erste Treffer fiel kurz vor Ende des Mitteldrittels. Herburger lenkte einen Schuss von Jesper Jensen Aabo etwas glücklich mit dem Stock und via eigenem Schlittschuh ins Tor. Für den ÖEHV-Teamstürmer war es bereits der siebente Treffer in den laufenden Play-offs.

Im Schlussabschnitt gelang Nick Petersen mit seinem 29. Play-off-Tor für den KAC ein bereits vorentscheidender Schlag. Der Kanadier traf im Powerplay ansatzlos ins kurze Kreuzeck. Die Linzer versuchten alles, KAC-Goalie Sebastian Dahm war für Brian Lebler und Co. aber nicht zu bezwingen. Im Finish machten sich die Gäste das Leben durch Strafen zudem selbst schwer.

Kein weiteres Comeback der Black Wings

“Die Serie war ein harter Kampf, die Linzer haben bis zum Ende nicht aufgegeben”, sagte Hundertpfund. Der Grunddurchgangssieger aus Kärnten gewann sein erstes Spiel sieben seit 16 Jahren. “Vielleicht ist es kosmetisch nicht so schön, aber wir glauben an diese Gruppe”, betonte Trainer Kirk Furey. “Die Zweikampfleistung der Jungs war unglaublich – von Linz genau das Gleiche.”

Den Black Wings hatte bei Niederlagen in den laufenden Play-offs bereits viermal das Aus gedroht. Viermal gelang es ihnen, die Saison zu verlängern, darunter dreimal in der dramatischen Viertelfinal-Serie gegen die Graz99ers. Ein fünftes Mal war es ihnen nicht vergönnt. Linz muss weiter auf die erste Finalteilnahme seit dem Meistertitel vor 13 Jahren warten.

“Die Enttäuschung sitzt jetzt natürlich tief”, sagte Black-Wings-Coach Philipp Lukas. “Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass es sehr, sehr viel gibt, worauf diese Mannschaft stolz sein kann. Wir haben uns steigern können im Vergleich zum letzten Jahr. Da war dieser immer wiederkehrende Wille, nie aufzugeben. Oftmals haben sie sich belohnen können, heute leider nicht. Aber wir haben gegen einen guten Gegner verloren.”

KAC gegen Salzburg um Revanche

Der KAC spielt ab Freitag um seinen 33. Meistertitel, Titelverteidiger Salzburg, der sich im Halbfinale gegen Bozen mit 4:1 durchgesetzt hatte, um seinen zwölften. Die beiden Teams stehen einander zum vierten Mal in einer Finalserie gegenüber, alle drei bisherigen gingen über die vollen sieben Partien. Der KAC holte 2009 den Titel, Salzburg 2011 und 2024. Im Vorjahr machten die Bullen ihre dritte österreichische Meisterschaft in Folge mit einem 6:2-Sieg zum Abschluss in Klagenfurt perfekt.

“Wir sind im Finale, wir wollen das gewinnen – egal gegen wen”, erklärte Hundertpfund. “Aber wenn wir die Salzburger biegen, wenn die Revanche gelingt, dann umso schöner.” Ihre Startplätze in der Champions Hockey League (CHL) hatten der KAC und Salzburg bereits sicher. Durch das Halbfinal-Aus der Linzer geht das dritte Ticket für die kommende Saison an Bozen.

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