Drei Punkte und Platz vier für den FCS

Unter der Woche klappt’s

Mittwoch, 14. Februar 2018 | 17:52 Uhr

Von: luk

 

Bozen – Das Nachholspiel des zweiten Rückrunden-Spieltags der Serie-C-Meisterschaft bringt die Weiß-Roten ihrem ausgerufenen Saisonziel Play-Offs wieder ein Stück näher: Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge schlägt das Team von Mister Zanetti im heimischen Drususstadion Pordenone mit 1:0, den goldenen Treffer erzielte Costantino in Minute 55 per Elfmeter. Dank dieser drei Punkte springen Fink und Co. auf den vierten Tabellenplatz.
Nur vier Tage nach dem verlorenen Heimspiel gegen Gubbio kehrt der FC Südtirol auf den heimischen Rasen des Drususstadion zurück, um das Spiel gegen Pordenone nachzuholen, das im Rahmen des 21. Spieltags – des zweiten Rückrunden-Spieltags also – am 29. Dezember angesetzt war, jedoch wegen des unbespielbaren Bozner Rasens nicht ausgetragen wurde.

Der FCS geht nach zuletzt zwei Niederlagen – auswärts gegen Bassano (0:1) und jener am vergangenen Samstag zuhause gegen Gubbio (1:2) – in diese Partie und versucht, als aktueller Tabellensiebter, in der Tabelle wieder nach oben zu klettern, ein Sieg heute würde gar Platz vier bedeuten, mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz drei und deren zwei auf Platz zwei.

Pordenone konnte in den letzten sieben Spielen nur einmal gewinnen, nämlich vor zwei Wochen in Teramo, wo Ex-FCS-Spieler Bassoli den entscheidenden Treffer beisteuerte. Ansonsten gab es drei Remis und drei Niederlagen.

Gegen die Mannschaft aus dem Friaul mit den Ex-Südtirolern Bassoli und Ciurria muss Mister Zanetti einzig auf den verletzten Cia verzichten, dafür kehrt Sgarbi wieder in die Innenverteidigung zurück, wo auch Erlic wieder von Beginn auflaufen wird. Frascatore rückt auf die linke Außenbahn, Berardocco bekleidet wieder von Beginn an die Spielmacher-Position. Costantino – Top-Scorer der Weiß-Roten – steht ebenso wieder in der Startelf.

Das Spiel

Energischer Beginn der Weiß-Roten, die bereits in der fünften Minute gefährlich wurden: Sgarbi mit dem langen Ball auf die rechte Seite zu Tait, dieser ließ zu Costantino abtropfen. Die Nummer 9 des FCS setzte seinen Stürmerkollegen Gyasi in Szene, dieser zog aus halbrechter Position mit links ab. Mazzini im Tor der Gäste musste sich strecken, wehrte jedoch zur Ecke ab.

Der FCS setzte diese offensive Marschrichtung fort: In Minute neun schlug Broh von rechts eine Flanke, die zunächst geklärt wurde, doch Kapitän Fink kam angelaufen und nahm die Kugel volley aus der Luft: Knapp drüber.

Chancen im Minutentakt für die Hausherren, die sehr stark in das Match hineinfanden: Broh spielte Tait auf rechts frei, letzterer setzte zur Flanke an, an der Costantino in der Mitte nur knapp vorbeischrammte, doch Gyasi kam etwas weiter hinten an das Spielgerät und zog direkt ab, Mazzini hielt den Schuss aus kurzer Distanz, der vielleicht ein wenig zu zentral ausfiel, glänzend.

Pordenone wurde in die eigene Hälfte hineingedrückt, in der 16. Minute setzte Frascatore 35 Meter vor dem gegnerischen Tor Gyasi in Szene, der einen Zweikampf gewann und sich aus 30 Metern ein Herz fasste, sein Rechtsschuss ging jedoch einen Meter links am Tor vorbei.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit dann die erste Chance für Pordenone in dieser Partie: Schiri Pasciuta sprach den Gästen aus 20 Metern Entfernung einen Freistoß zu, Burrai führte aus, das Spielgerät ging haarscharf über die Querlatte.

Dann aber die nächste Großchance für den FCS: Erlic presste hoch und fing einen Pass von Pordenone ab, legte auf Vinetot, der direkt einen Ball zu Costantino in den Strafraum spielte. Die Nummer neun der Weiß-Roten hielt aus sehr spitzem Winkel voll drauf, jedoch ging sein Schussversuch drüber.

Das hohe Pressing der Weiß-Roten blieb effektiv, in Minute 37 stahl Broh Burrai den Ball von den Füßen und setzte Gyasi in Szene. Die Nummer 17 der Südtiroler feuerte aus 25 Metern einen Strich ab, der nur wenige Zentimeter über das Gehäuse von Mazzini ging.

Die letzte Chance des ersten Durchgangs gehörte jedoch den Gästen: Burrai hielt aus knapp 40 Metern einfach mal drauf, der Ball senkte sich erheblich und flog nur knapp links am Tor der Südtiroler vorbei. Offredi wäre machtlos gewesen.

Im Anschluss pfiff Schiri Pasciuta pünktlich zum Pausentee, 0:0.

 

Beide Mannschaften starteten zunächst unverändert in den zweiten Durchgang, die Marschrichtung blieb ebenso dieselbe – der FCS weiterhin feldüberlegen. Sgarbi setzte in der 48. Minute in bester Spielmacher-Manier zum Solo an und ließ drei Gegenspieler stehen. An der gegnerischen Strafraumgrenze wurde er jedoch gestoppt, der Ball trudelte daraufhin auf die linke Seite zu Frascatore, der direkt mit seinem starken linken Fuß abzog. Mazzini reagierte erneut stark und wehrte zur Ecke ab.

Der FCS konstant in der Offensive, in der 55. Minute fiel dann die längst überfällige Führung für die Hausherren: Nach einem Eckball von Frascatore brachte Formiconi im Strafraum Erlic zu Fall, es gab – zurecht – Elfmeter für den FCS. Costantino übernahm Verantwortung und verwandelte sicher ins linke untere Eck zum verdienten 1:0 für die Weiß-Roten. Es war der 11. Meisterschaftstreffer der Südtiroler Nummer neun.

Pordenone versuchte, zu reagieren und den Ausgleich zu erzwingen, doch in der 70. Minute war es der FC Südtirol, der die Großchance hatte, die Führung auszubauen: Gyasi eroberte einen misslungenen Pass in der gegnerischen Hälfte und setzte zum Sturmlauf an, im richtigen Moment legte er nach rechts außen auf Stürmerkollege Costantino, der in den Strafraum eindrang, doch Mazzini stürmte im richtigen Moment heraus und hielt hervorragend.

Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es erneut eine Riesenmöglichkeit auf das 2:0, der heute sehr gut aufgelegte Gyasi setzte sich auf der linken Seite durch und legte einen flachen Ball in die Mitte zum frisch eingewechselten und komplett freistehenden Candellone, dieser jedoch kam dort einen Hauch zu spät.

Doch die 1:0-Führung war auch genug, die Weiß-Roten verwalteten das Ergebnis gut und feierten nach dem erfolgten Schlusspfiff den verdienten Sieg, der ihnen – nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge – den vierten Tabellenplatz einbringt.

 
FC SÜDTIROL – PORDENONE 1:0 (0:0)

FC SÜDTIROL (3-5-2): Offredi; Erlic, Sgarbi, Vinetot; Tait, Broh (90. Boccalari), Berardocco, Fink (68. Smith), Frascatore; Costantino (80. Candellone), Gyasi
Auf der Ersatzbank: D’Egidio, Bertoni, Zanchi, Baldan, Cess, Oneto, Gatto, Heatley Flores, Berardi
Trainer: Paolo Zanetti

PORDENONE (4-3-3): Mazzini; Formiconi (75. Zammarini), Stefani, Bassoli, Nunzella (84. De Agostini); Misuraca, Burrai, Bombagi (60. Magnaghi); Nocciolini (84. Ciurria), Gerardi (75. Berrettoni), Cicerelli

Auf der Ersatzbank: Meneghetti, Parodi, Visentin, Lovisa, Silvestro, Caccetta

Trainer: Leonardo Colucci

SCHIEDSRICHTER: Fabio Pasciuta aus der Sektion Agrigento (Luca Valletta aus Napoli und Simone Amantea aus Mailand)

TOR: 1:0 Costantino (55., Elfmeter)

ANMERKUNGEN: Sonniger Nachmittag, jedoch kalte Temperaturen.

37. Minute: Der Sportdirektor des FC Südtirol, Aladino Baloti, wird des Feldes verwiesen, ebenso wie Matteo Lovisa in der 55. Minute von der Bank von Pordenone.

Gelbe Karten: Broh (FCS, 58.), Sgarbi (FCS, 66.), Berrettoni (POR, 78.), Magnaghi (POR, 82.), Candellone (FCS, 84.), Ciurria (POR, 87.), De Agostini (POR, nach Spielende)

Bezirk: Bozen