Von: apa
Ein gefälschtes Werk des Künstlers Arnulf Rainer ist nach langwierigen Ermittlungen von der Wiener Polizei aus dem Verkehr gezogen worden, wie diese am Mittwoch bekannt gab. Die Strafverfahren gegen zwei Verdächtige wurden allerdings von der Staatsanwaltschaft Wien eingestellt. Der Veräußerer des Werks hatte dieses “gutgläubig erworben” und der ausgeforschte Fälscher kann aufgrund der Verjährung der Tat nicht mehr belangt werden, teilte die Landespolizeidirektion mit.
Die übermalte Farbfotografie war einem Wiener Auktionshaus bereits Anfang 2023 als vermeintliches Originalwerk Rainers zur Versteigerung angeboten worden. Der Künstler selbst informierte die Behörden jedoch darüber, dass es sich um eine Fälschung handelt. Daraufhin wurde das Werk vorläufig sichergestellt und Ermittlungen wegen schweren Betrugs eingeleitet.
Aufgrund der Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien und eines von einem unabhängigen gerichtlichen Sachverständigen erstellten Gutachtens wurde das inzwischen vom Landesgericht Wien beschlagnahmte Werk bereits im Dezember 2024 per Gerichtsbeschluss als Fälschung eingezogen. Danach wurde noch überprüft, ob dem Fälscher auch andere Straftaten zugeordnet werden können, sagte Polizeisprecherin Anna Gutt auf Nachfrage der APA. Nun konnte über den Abschluss des Falls berichtet werden.
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