Am 5. September spielt die „Königin der Blockflöte“ Dorothee Oberlinger

südtirol festival merano . meran: Celtic Baroque

Dienstag, 04. September 2018 | 16:12 Uhr

Von: bba

Meran – Am 5. September spielt die „Königin der Blockflöte“ Dorothee Oberlinger zwei Konzerte im Palais Mamming Museum.

Die melodische Variation über einem zyklisch sich wiederholenden Harmonieschema ist aus den unzähligen englischen Tänzen und Sonaten des 17. und 18. Jahrhunderts ebenso wenig wegzudenken wie aus der heutigen „populären“ Musik. Häufig wird damit der formale Rahmen für die „Tunes“, „Reels“, „Ayrs“ und „Laments“ gesetzt.

Beim südtirol festival merano . meran sichtet die „Königin der Blockflöte“ Dorothee Oberlinger am 5. September diese „private Musik“, die in Salons und Pubs gespielt wurde und extrahiert Preziösen aus der keltischen Wundertüte, die sich in diesen Kunststil integriert haben. Unterstützt wird sie dabei von Vittorio Ghielmi (Viola da gamba), Fabio Rinaudo (Dudelsack, Bagpipe), Johanna Seitz (Harfe) und Fabio Biale (Violine). Die Musik stammt aus John Playfords legendären Bestseller „The English Dancing Master“ oder aus dem „Caledonian Pocket Compendium“ mit schottischem Repertoire. In der barocken Beletage des Palais Mamming Museum, in der nur 80 Zuhörerinnen und Zuhörer Platz finden, tritt sie mit diesem Programm zwei Mal auf: Das erste Konzert beginnt um 20.00 Uhr, das zweite um 21.30 Uhr. Der „flauto dolce“ gibt den Ton an und damit feiert das Konzert ein zu Unrecht unterschätztes Instrument. Denn das kurze Stück Holz kann fast alles – und ist so wandlungsfähig wie eine menschliche Stimme.

1969 in Aachen geboren, studierte Dorothee Oberlinger Blockflöte in Köln, Amsterdam und Mailand. Als „Instrumentalistin des Jahres” wurde sie 2008 mit dem Musikpreis Echo Klassik für ihre CD Italian Sonatas ausgezeichnet. Ihr Debüt gelang ihr 1997 mit dem ersten Preis im internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U.K. in London und einem anschließenden Konzert in der Wigmore Hall. Seitdem ist Dorothee Oberlinger regelmäßig zu Gast bei den großen Festivals und Konzertreihen in Europa, Amerika und Asien und spielt als Solistin mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble „1700“ sowie mit Barockensembles und Orchestern wie den Sonatori de la Gioiosa Marca, Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, London Baroque, der Academy of Ancient Music oder Zefiro. Neben ihrer Beschäftigung mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts widmet sich Dorothee Oberlinger auch der zeitgenössischen Musik. So wirkte sie an der jüngsten CD „Touch” des Schweizer Pop-Duos „Yello” mit. Seit 2009 ist sie Intendantin der Arolser Barockfestspiele und seit 2004 sie Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg wo sie das Institut für Alte Musik leitet.

Info und Tickets unter: www.meranofestival.com

 

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