Agenda 2030

Wie geht es weiter?

Freitag, 14. Januar 2022 | 20:33 Uhr

Von: bba

Bozen – Im dritten Jahr seines Bestehens setzt Südtirols Netzwerk für Nachhaltigkeit die drängenden Themen der Agenda 2030 in den Mittelpunkt. Über 130 Partnerorganisationen, aber auch neue Vereine und Gruppen sind eingeladen, auf future.bz.it eine gemeinsame Schubkraft mitzugestalten.

Die Ziele der Agenda 2030 wie Klimaschutz, Gender-Gerechtigkeit, bewusster Konsum oder weniger Ungleichheiten liegen den Südtiroler spürbar am Herzen. Das haben im vergangenen Jahr 48 Kreisgespräche unter dem Motto „17 Ziele für Südtirol“ deutlich gezeigt. Südtirols Netzwerk für Nachhaltigkeit bedankt sich beim Bibliotheksverband, den Bibliotheken und den Bildungsausschüssen, die diesen Kontakt zur Bevölkerung ermöglicht haben. Nun möchte das fünfköpfige Kernteam des Netzwerks die am häufigsten genannten Anliegen in monatlichen Schwerpunkt-Themen stärken.

Matthäus Kircher, Geschäftsführer der OEW und Träger des Netzwerkprojekts 2022 erklärt: „Zahlreiche Organisationen drängen inzwischen gemeinsam auf ein Umdenken in Südtirol.“ Die Wochen gegen Rassismus, der Frauenmarsch oder das Klimabündnis climateaction.bz seien konkrete Beispiele für eine verbundene Schubkraft. „Diese möchten wir mit einem Kernteam von fünf Frauen und der Gründung von Kreisen rund um die 17 Ziele noch einmal stärken“, sagt Matthäus Kircher. Die Drehscheibe dieser gemeinsamen Schubkraft ist ein Eventkalender auf future.bz.it, der Online-Gespräche und Aktionen der Netzwerkpartner sichtbar mache, ergänzt Daniela Delmonego, die als Mitglied des Kernteams diesen Kalender pflegt. Auch die Klimakreise, die sich auf der Webseite kostenfrei und autonom eintragen können, begleitet sie. Die Klimakreise seien eine lebendige Verbindung hin zu den Dörfern und können Erstaunliches bewegen, erklärt sie: „Wir hoffen auf weitere Kreise, die einander inspirieren. Das ist gelebte Vernetzung, die auf realem Engagement beruht und eine Brücke baut hin zur Bevölkerung.“

„Ein zweiter Pfeiler der gemeinsamen Sichtbarkeit ist die Medienarbeit“, erklärt die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig Tanya Deporta. Der Blog SOS Future auf Salto, der News-Bereich der Webseite und gemeinsame Presseaussendungen sollen den sich bildenden Untergruppen eine Stimme geben. „Auch in der Medienarbeit hat unser Netzwerk eine verbindende Funktion. Wer sie mitgestalten möchte, kann sich an uns wenden“, sagt Tanya Deporta.

„Unser Netzwerk wird oft für eine Art Dachverband gehalten, aber wir sind genau das Gegenteil: unsere Kraft kommt von unten“, schließt Judith Hafner, ebenfalls Mitglied im Kernteam. Mit Manuela Prantner für den Jugendbereich, Sigrid Seberich alias Clown Karamela für den Bereich Kunst und weiteren Schlüsselpersonen für die Bereiche Klimaschutz, Gender-Gerechtigkeit und bewusster Konsum entwickle sich hier eine kollektive Kraft für die Umsetzung der 17 Ziele zur Nachhaltigkeit. Dieser Prozess soll heuer mit acht Netzwerk-internen Treffen und sechs Kreisgesprächen weitergeführt werden. Wer das verfolgen oder sich einbringen möchte, ist eingeladen, den Eventkalender auf www.future.bz.it im Auge zu behalten.

Bezirk: Bozen