Männer vs. Frauen: Warum Depressionen bei ihnen so unterschiedlich verlaufen

Depressionen bei Männern und Frauen: So unterscheiden sie sich

Freitag, 21. März 2025 | 10:28 Uhr

Von: red

Depressionen sehen nicht bei jedem gleich aus. Während klassische Symptome wie Antriebslosigkeit, Traurigkeit und Erschöpfung beide Geschlechter treffen, gibt es deutliche Unterschiede in der Art, wie Männer und Frauen mit der Erkrankung umgehen und wie sie sich äußern.

Frauen: Traurigkeit und Grübeln im Vordergrund

Studien zeigen, dass Frauen doppelt so häufig von Depressionen betroffen sind wie Männer. Bei ihnen äußert sich die Erkrankung oft durch starke Traurigkeit, Selbstzweifel und Grübeln. Sie ziehen sich zwar manchmal zurück, suchen aber eher Hilfe, sei es durch Therapie oder Gespräche mit Freunden.

Männer: Wut und Rückzug

Männer hingegen leiden oft still. Statt Traurigkeit zeigen sie eher Reizbarkeit, Wut oder Frustration. Viele greifen zu Alkohol oder riskantem Verhalten, um ihre Gefühle zu unterdrücken. Da in vielen Gesellschaften noch das Bild des „starken Mannes“ vorherrscht, fällt es ihnen oft schwer, über ihre Emotionen zu sprechen oder professionelle Hilfe anzunehmen.

Weil Depressionen bei Männern oft nicht als solche erkannt werden, bleiben sie länger unbehandelt, mit teils fatalen Folgen. Das Risiko für suizidales Verhalten ist bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Obwohl laut Studien mehr Frauen an Depressionen leiden als Männer, ist die Suizidrate unter Männern 3mal so hoch wie die der Frauen.

Mehr Bewusstsein für geschlechterspezifische Symptome

Um Depressionen besser zu erkennen und zu behandeln, ist es wichtig, diese Unterschiede zu verstehen. Männer müssen unbedingt ermutigt werden, über ihre Gefühle und ihre mentale Situation zu sprechen, während Frauen lernen sollten, sich nicht in Selbstkritik zu verlieren. Nur wenn wir Depressionen in all ihren Formen erkennen, können wir Betroffenen helfen.

Kommentare

Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen