AFI-Studie

Das Handwerk unterstützt seine Mitarbeiter

Montag, 11. September 2017 | 11:33 Uhr

Von: luk

Bozen – Im Südtiroler Handwerk sind Entlastungs- und Schutzfaktoren besonders gut ausgeprägt. Dies belegt eine AFI-Studie. Vor allem im Baugewerbe fühlen sich die Angestellten von ihren Kollegen unterstützt.

Spielraum bei der Zeiteinteilung, Mitspracherecht und soziale Unterstützung – diese Faktoren beeinflussen, wie entlastet und geschützt sich Beschäftigte fühlen. Eine Studie des AFI zeigt: Handwerker in Südtirol sind sehr zufrieden. Das liegt unter anderem daran, dass die Vorgesetzten ihre Mitarbeiter oft unterstützen, besonders in Kleinbetrieben. Auch untereinander helfen sich die Beschäftigten aus. Im Baugewerbe geben 85 Prozent der Arbeitnehmer an, von ihren Arbeitskollegen unterstützt zu werden. Markus Bernard, Obmann der Berufsgruppe Bau im lvh, sagt: „In Südtirol haben wir viele Familienbetriebe. Wir alle wissen, dass die Mitarbeiter das Kapital einer Firma sind. Und so müssen sie auch behandelt werden. Jeder Unternehmer ist deswegen gewillt, seinen Mitarbeitern entgegenzukommen. Und die Kollegen untereinander helfen sich auch oft aus.“ In kleinen Betrieben erhalten die Arbeitnehmer zudem viel Mitspracherecht. Hervorzuheben ist auch, wie lösungsorientiert Beschäftigte in Südtirol arbeiten. Mehr als neun von zehn Arbeitnehmern lösen Probleme während der Arbeit selbstständig. „Handwerker in Südtirol sind als Problemlöser bekannt. Sie packen an und schaffen so einen Mehrwert für die Gesellschaft. Die Handwerker sind dadurch motivierter und zufriedener“, erklärt lvh-Präsident Gert Lanz. Auch der Autor der Studie Tobias Hölbling betont: „Das Problemlösen trägt zum psychischen Wohlbefinden bei.“ Positiv wahrgenommen wird auch die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Die meisten Beschäftigten sind damit auch in der Privatwirtschaft zufrieden.

 

Bezirk: Bozen