Von: luk
Bozen – Die Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL kritisiert die aufgeheizte Debatte über die Einführung der 36-Stunden-Woche für alle öffentlich Bediensteten in Südtirol. Sie weist darauf hin, dass diese Regelung in ganz Italien bereits gilt und kürzlich auch im öffentlichen Gesundheitswesen der Provinz Bozen eingeführt wurde.
Die Gewerkschaft lehnt die Darstellung ab, wonach eine Verkürzung der Arbeitszeit die Qualität öffentlicher Dienstleistungen gefährde. Ebenso wehrt sie sich gegen die Sichtweise, dass öffentlich Beschäftigte privilegiert seien. Angesichts von Personalmangel, hoher Arbeitsbelastung und stagnierenden Löhnen seien Vorteile im öffentlichen Dienst eher die Ausnahme als die Regel.
Anstatt einen Keil zwischen öffentliche und private Beschäftigte zu treiben, fordert die Gewerkschaft eine gemeinsame Diskussion über drängende Probleme wie die hohen Wohnkosten. Diese seien eine der größten Herausforderungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Südtirol, unabhängig vom Sektor. Nur durch Zusammenarbeit könnten nachhaltige Lösungen gefunden werden.
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