SWREA-Präsident Sandro Pellegrini macht sich Sorgen

Gegen weniger Arbeitszeit im öffentlichen Dienst

Mittwoch, 02. April 2025 | 16:47 Uhr

Von: luk

Bozen – Als einen falschen Ansatz bezeichnen alle Südtiroler Wirtschaftsverbände, die im SWREA zusammengeschlossen sind, die Bereitschaft der Landesregierung über eine Reduzierung der Arbeitszeit der Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung im Dreijahreszeitraum 2025/2027 zu reden. Dies soll bekanntlich im neuen bereichsübergreifenden Vertrag für die Landesangestellten verankert werden.

„In einer Zeit, in der der demografische Wandel in allen Bereichen immer stärker zu spüren ist – in zehn Jahren müssen wir mit 30 Prozent weniger Personal auskommen – ist eine Arbeitszeitverkürzung der falsche Weg. Dadurch ist die Qualität unserer strategischen Dienste in Gefahr und infolgedessen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und unserer Unternehmen. Nur wenn es uns gelingt, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, werden wir aber unseren Wohlstand und die Wohlfahrt, also unsere Sozialleistungen, sichern können“, betont der Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings – Economia Alto Adige, Sandro Pellegrini.

„Uns muss bewusst sein, dass wir in zehn Jahren mit 30 Prozent weniger verfügbaren Arbeitskräften eine ähnliche Wirtschaftsleistung schaffen müssen, um die Wohlfahrt zu erhalten. Das gilt auch für die öffentliche Verwaltung: Mit 30 Prozent weniger Personal ist die gleiche Verwaltungsleistung zu schaffen – kürzere Arbeitszeiten würden hier weitere Probleme schaffen. Um attraktive Arbeitsplätze zu bieten, gilt es vielmehr, die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu stärken, indem in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in Flexibilität sowie in steuerliche Entlastungen von freiwilligen Zusatzleistungen, wie z.B. Überstunden, investiert wird“, so Pellegrini abschließend.

Bezirk: Bozen

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