Hohe Preissteigerungen auch in Bozen

Kostbares Nass in Italien immer teurer

Mittwoch, 02. April 2025 | 07:05 Uhr

Von: luk

Rom/Bozen – Die Wasserpreise in Italien sind 2024 im Durchschnitt um 4,1 Prozent gestiegen, in einigen Städten sogar um fast zehn Prozent. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherorganisation Altroconsumo. Eine dreiköpfige Familie zahlt nun durchschnittlich 470 Euro im Jahr für Wasser.

Die günstigste Stadt ist mit 163 Euro pro Jahr Mailand, während Frosinone mit 852 Euro die teuerste ist. Auch innerhalb einzelner Regionen gibt es große Preisunterschiede: In der Lombardei zahlt man in Brescia 303 Euro mehr als in Mailand, und in der Toskana liegt die Jahresrechnung in Pisa (817 Euro) um 60 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Die höchsten Preissteigerungen gab es in Bologna (+9,8 Prozent), gefolgt von L’Aquila, Bozen und Venedig mit mehr als neun Prozent. Trient ist die einzige Stadt mit einem leichten Rückgang (-0,5 Prozent).

Ein Grund für die steigenden Kosten ist der schlechte Zustand des Leitungsnetzes: Laut Istat gehen 42,4 Prozent des Wassers durch marode Infrastruktur verloren. Gleichzeitig hält fast 40 Prozent der Haushalte die Wasserpreise für zu hoch. In Süditalien mussten 2023 ein Drittel der Städte das Wasser zeitweise rationieren.

Um Haushalte mit niedrigem Einkommen zu entlasten, gibt es den Wasserbonus, der jedoch strengen Einkommensgrenzen unterliegt. Altroconsumo fordert eine Anhebung der Schwellenwerte, um mehr Familien zu unterstützen.

Bezirk: Bozen

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