Von: Ivd
Bozen – Die Bewegung “Make Tourists Pay” lässt nicht locker. Am 1. März rufen die Initiatoren erneut zu einer Demonstration auf, um ihre Forderung nach einer finanziellen Beteiligung der Touristen an den öffentlichen Verkehrsmitteln in Südtirol zu bekräftigen. Der Protestmarsch beginnt um 15.00 Uhr am Bahnhof Bozen und soll erneut auf das aus Sicht der Aktivisten bestehende Ungleichgewicht zwischen den Fahrpreisen für Einheimische und Touristen aufmerksam machen.
Bereits seit November 2024 setzt sich die Initiative dafür ein, dass Urlauber zwei Euro pro Tag und Gast zahlen sollen, um damit den kostenlosen ÖPNV für die ansässige Bevölkerung zu finanzieren. Ihr Argument: Touristen können sich mit der Gästekarte für gerade einmal 60 Cent pro Nacht uneingeschränkt in Bus und Bahn durch ganz Südtirol bewegen, während Einheimische für eine einfache Strecke mindestens 4,50 Euro zahlen müssen.
Trotz wachsender Unterstützung stößt die Forderung in der Landesregierung bislang auf wenig Resonanz. “Make Tourists Pay” wirft den Entscheidungsträgern vor, das Anliegen der Bürger nicht ernst genug zu nehmen. Um den Druck auf die Politik zu erhöhen, haben die Aktivisten bereits einen offenen Brief an die Landesregierung geschickt.
Die Bewegung gewinnt zunehmend Rückhalt in der Bevölkerung, während Gegner kritisieren, dass eine zusätzliche Abgabe Touristen abschrecken könnte. Unabhängig von der politischen Debatte dürfte die Demonstration am 1. März erneut für Aufmerksamkeit sorgen.
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