Öffentliche Hand unterstützt

Pflegende Angehörige: Rentenbeiträge für Pflegezeiten

Mittwoch, 02. April 2025 | 10:35 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Menschen werden immer älter und gibt es Jahr für Jahr mehr Pflegebedürftige. Um diesen demografischen Wandel bewältigen zu können, braucht es mehrere, sich ergänzende Maßnahmen. “Besonders wichtig dabei ist die Stärkung all dessen, was vor einem stationären Pflegeplatz kommt”, unterstreicht Rosmarie Pamer, Landesrätin für Sozialen Zusammenhalt, Familie, Senioren und Ehrenamt. “Ein wesentlicher Aspekt ist die Unterstützung der Pflege zu Hause. Denn unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger möchten so lange es geht, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und dort würdevoll gepflegt werden.” Zugleich sei es unbedingt notwendig, pflegende Angehörige zu entlasten: „Diese leisten nicht nur einen bedeutenden Beitrag für ihre Familien, sondern für die gesamte Gesellschaft. Dieses Engagement wollen wir wertschätzen und unterstützen.”

In diesem Sinne wurden die Leistungsstunden für den ambulanten Betreuungsdienst deutlich aufgestockt (2024 wurden rund 140.000 Stunden mehr finanziert als 2023). Zudem vergibt die öffentliche Hand Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Pflegezeiten. 2024 haben fast 600 Personen einen Gesamtbeitrag von 1,7 Millionen Euro erhalten. “Es dürfte aber weit mehr Anspruchsberechtigte geben, als tatsächlich ansuchen“, sagt Landesrätin Pamer und ruft pflegende Angehörige dazu auf, sich bei den Patronaten oder direkt bei der Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) zu informieren, ob auch sie das Anrecht auf einen Beitrag haben.

“Dieser steht all jenen zu, die schwerpflegebedürftige Familienmitglieder der 2., 3. oder 4. Pflegestufe  betreuen, Rentenlücken haben und Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge in die Rentenkasse einzahlen oder einem Zusatzrentenfonds beigetreten sind”, führt Pamer aus. Vom Beitrag ausgeschlossen sind Vollzeitangestellte, weil diese rentenmäßig bereits abgesichert sind.

Informationen über den Beitrag für die rentenmäßige Absicherung der Pflegezeiten gibt es bei den Patronaten (wo auch das Ansuchen gemacht werden muss) oder bei der ASWE (Tel. 0471 41 83 18 oder E-Mail elisabeth.brichta@provinz.bz.it). Eine Übersicht über Zugangsvoraussetzungen, notwendige Dokumente und weitere Infos gibt es auch im Bürgernetz Civis unter https://civis.bz.it/de/dienste/dienst.html?id=1008340.

Bezirk: Bozen

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