Therme Meran

Studie über Thermalwassertherapie

Mittwoch, 20. Januar 2021 | 13:31 Uhr

Von: bba

Meran – Die Studie über die Thermalwassertherapie der Therme Meran wird auf zwei wichtigen internationalen Kongressen vorgestellt.

Die Studie zur allergischen Rhinitis (Heuschnupfen), die zeigt, dass die Therapie mit Thermalwasser die gleiche Wirkung wie die Verwendung eines Kortison-Nasensprays haben kann, jedoch ohne die möglichen Nebenwirkungen des Medikaments, hat das Interesse der internationalen Wissenschaftswelt geweckt und der Präsident der medizinisch-wissenschaftlichen Koordinationsgruppe der Therme Meran, Prof. Desiderio Passali, wurde zur Teilnahme an der 13th International Conference on Allergy, Immunology and Rheumatology in Dubai im April 2021 eingeladen.

Ebenfalls für die gleiche Studie hat die ESMED (Society of European Medicine) Prof. Luisa Bellussi, Mitautorin der wissenschaftlichen Arbeit, eingeladen, auf ihrer Mitgliederversammlung am 20. August 2021 in Berlin über die Studie zu berichten.

In den vergangenen Jahren wurde durch mehrere Studien, die auch international Beachtung gefunden haben, die positive Wirkung des Thermalwassers der Therme Meran bestätigt: Inhalationstherapien mit dem radonhaltigen Thermalwasser haben eine positive Wirkung bei chronischen Atemwegserkrankungen ebenso wie bei Allergien.

Auf die wissenschaftliche Publikation dieser Studien ist auch die Programm-Managerin des internationalen Immunologenkongresses, Sandra Ross, aufmerksam geworden und hat Prof. Desiderio Passali kurzerhand dazu eingeladen, die Studie zur allergischen Rhinitis beim kommenden Kongress im April 2021 in Dubai vorzustellen, ebenso wie M. Osman, M. D. Organisator der Generalversammlung der ESMED am 21. August in Berlin Prof. Bellussi eingeladen hat, über die gleiche wissenschaftliche Studie zu berichten.

„So viel internationale Beachtung zu finden ist eine große Anerkennung für die Therme Meran und zugleich auch Ansporn dafür, unsere wissenschafltiche Tätigkeit weiter voranzutreiben“, so der Sanitätsdirektor der Therme Meran, Dr. Salvatore Lo Cunsolo. Der Medizinisch-Wissenschaftlichen Koordinierungsgruppe ist es ein großes Anliegen, die Therme Meran als Südtiroler Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wohlbefinden zu festigen und international vor allem auch im medizinisch-wissenschafltichen Bereich zu positionieren.

Die Forschung steht nicht still:

Die neueste Studie, die im September vergangenen Jahres gestartet ist, untersucht die Wirksamkeit des Thermalwassers zur Auflösung des Biofilms (Schutzfilm): Die Bakterien, welche die Schleimhäute der Atemwege angreifen, bilden diesen Biofilm und tragen dazu bei die Wirkung von Antibiotika zu schwächen. Betroffen sind vor allem Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, die häufig auf Antibiotika zurückgreifen müssen und Resistenzen entwickeln. Laut einer Schätzung des amerikanischen Forschungszentrums CDC (Center for Disease Control, Atlanta) stellt der Biofilm bei 60 bis 85 Prozent der chronischen Atemwegserkrankungen eine Problematik dar. Die Studie soll feststellen, inwieweit das Thermalwasser der Therme Meran den Biofilm auflöst und dadurch die Behandlung mit Antibiotika wirksamer macht.

Die ersten Ergebnisse stimmen laut Dr. Salvatore Lo Cunsolo positiv: „Vor allem bei Bakterien, dessen Biofilm Hauptauslöser von chronischen Atemwegserkrankungen ist, bringt ein Kontakt mit dem Thermalwasser eine wesentliche Reduzierung, welche möglicherweise zu einer erhöhten Wirksamkeit der Antibiotikakuren führen könnte.“

Die detaillierten Ergebnisse werden nach Abschluss dieser Studie bei einer wissenschaftlichen Tagung in der Therme Meran vorgestellt. Diese Nachricht ist besonders während dieser Pandemie, in der die Atemwege das Hauptziel des Viruses COVID-19 sind, beruhigend. Die Wirkung des Thermalwassers auf die Schleimhäute der Atemwege stärkt in der Tat die Immunabwehr und führt zu einer Normalisierung der physiologischen Aktivität der Atemwege, nützlich sowohl als vorbeugende Maßnahme, als auch für eine schnellere und vollständige Erholung nach einer Infektion.

 

Bezirk: Bozen