Von: Ivd
Bozen – Die weltweite Begeisterung für Tesla bröckelt. Nachdem Firmenchef Elon Musk sich in das Lager von US-Präsident Trump eingekauft hat und beinah täglich für Schlagzeilen sorgt, wächst der Widerstand gegen ihn und seine Unternehmen. Weltweit haben Demonstranten begonnen, ihrem Unmut kundzutun. Dabei verlaufen nicht alle Proteste friedlich, wie brennende Teslas und besprühte Autohäuser verdeutlichen. In Südtirol blickt man dieser Entwicklung bislang entspannt entgegen, doch die Zustimmung schwindet auch hierzulande.
Musk machte sich durch seinen Einstieg in die Politik viele Feinde. Sein teilweise illegaler Sparkurs und der Kampf gegen Demokraten in aller Welt sorgten dafür, dass sich die Tesla-Verkaufszahlen in Europa und China im Vergleich zum Vorjahr halbierten. In Australien waren es sogar 72 Prozent. Auch die Tesla-Aktie, Elon Musks größter eigener Vermögenswert, hat sich seit Jahresende 2024 beinah halbiert. In Städten weltweit versammelten sich zahlreiche Gruppen zu Protesten vor Tesla-Autohäusern.
Friedliche Proteste und „Tesla-Terrorismus“
Doch die Proteste, die in zahlreichen Städten stattfinden, gehen zum Teil weit über den Boykott von Musks Produkten hinaus. Teilweise verlassen die Proteste vor Tesla-Autohäusern jedoch den Boden des legitimen Versammlungsrechts: In Rom brannten 17 Fahrzeuge auf dem Hof eines Tesla-Händlers, in Berlin und Malmö wurden mehrere Autohäuser mit Farbe besprüht und in den USA erleiden Konzessionäre teilweise beides. Musk selbst bezeichnet die Vandalen als „Tesla-Terroristen“ und kündigte an, Jagd auf sie zu machen.
Besonders Vorfälle in Berlin der sogenannten “Neuen Generation”, vormals “Letzte Generation”, sorgen dieser Tage für Fürore. Aktivisten hatten die Autohäuser mit hellblauer Farbe besprüht, um auf Musks Nähe zu rechten Politikern weltweit und dessen Wahlwerbung für die in Teilen rechtsextreme AfD aufmerksam zu machen. Die Gruppe ist jedoch nicht die einzige, die sich wegen Sachbeschädigung an Tesla-Häusern strafbar macht.
Südtirol: Die Ruhe vor dem Sturm?
In Südtirol gab es bislang noch keine Ausschreitungen vor Verkaufsstellen des Autobauers. Auch brannten keine Teslas außerhalb der Händler, doch die Zustimmung scheint zu sinken. Viele Tesla-Fahrer versuchen mit Aufklebern dem Frust des Pöbels entgegenzuwirken oder verkaufen ihren Stromer direkt. Haben Südtiroler zurecht Angst vor der moralischen Meute? Ein Bericht von Südtirol Heute ist der Frage nachgegangen.
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