9.572 Mitarbeiter befragt

Umfrage zum Betriebsklima „mit guten Ergebnissen“

Freitag, 26. August 2016 | 15:20 Uhr
Schael Balduzzi Raffl

Von: mk

Bozen – Im Februar und März 2016 hat der Südtiroler Sanitätsbetrieb eine Umfrage zum Betriebsklima durchgeführt, insgesamt 9.572 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden dabei befragt. Die Ergebnisse sind bis auf Ausnahmen durchwegs positiv: die SABES-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind motiviert, zufrieden mit den Arbeitsbedingungen und der Führung durch die Vorgesetzten. Schwachpunkte sind die Informatisierung und die Information über zur Budgetplanung. Die Ergebnisse dienen nun der Strategieentwicklung bei der anstehenden Betriebsklausur.

Die Zufriedenheit des Personals ist ein fundamentaler Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich geachtet und respektiert fühlen, haben ein starkes Betriebszugehörigkeitsgefühl, sind produktiver und leistungsfähiger. Schlussendlich beeinflusst dies auch die Qualität der Dienstleistungen für den Endkunden. Um zu erfahren, wie es um die Einstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht, hat der Südtiroler Sanitätsbetrieb eine Befragung zum Betriebsklima durchgeführt, die im Zeitraum zwischen 15. Februar und 31. März 2016 insgesamt 9.572 Personen betraf.

Der Abteilungsdirektor für Kommunikation Lukas Raffl und die Amtsdirektorin für Personal des Gesundheitsbezirks Bozen Sabrina Balduzzi stellten die Ergebnisse vor. Der Fragebogen war in verschiedene Bereiche unterteilt: meine Arbeit, die Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit und gegenseitige Abhängigkeit (Interdependenz), Management, Kommunikation und Information, Weiterbildung, Budgeting-System, Beurteilung der internen Dienste (nur im Fragebogen für Leiter/Leiterinnen „einfacher/komplexer Einheiten“), mein Betrieb.

Folgende positiven Ergebnisse sind hervorzuheben: 40 Prozent der Verantwortlichen sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden den Südtiroler Sanitätsbetrieb als Arbeitgeber weiterempfehlen. Knapp 50 Prozent der Befragten sind mit ihrer Entscheidung für den Südtiroler Sanitätsbetrieb als Arbeitsgeber zufrieden. Über 50 Prozent der Befragten sind gar stolz darauf, beim Südtiroler Sanitätsbetrieb zu arbeiten.

Auch die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung werden sehr geschätzt, ebenso werden die Maßnahmen zur Instandhaltung von Einrichtungen und Ausstattung positiv bewertet. Im Bereich Management und Führung wird den direkten Vorgesetzten ein gutes Zeugnis ausgestellt: knapp 40 Prozent bestätigen, regelmäßig Rückmeldungen über die ausgeführte Arbeit sowie die erreichten Ziele zu erhalten. 60 Prozent bekunden, dass in ihrer Einrichtung regelmäßig interne Treffen zum Informationsaustausch stattfinden. Und schließlich: 37 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass ihre Verbesserungsvorschläge ernstgenommen und berücksichtigt werden. Interessant ist festzustellen, dass die Bewertungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich ihrer direkten Vorgesetzten höher ausfallen als jene der Verantwortlichen für Einrichtungen gegenüber dem Management.

Schwachpunkte gibt es im Bereich der Informatisierung und bei der Information über die Budgetplanung. Die Beurteilung des Informationssystems fällt von Seiten der Verantwortlichen für interne Dienste kritisch aus: 53 Prozent der Verantwortlichen sind der Meinung, dass das IT-System viel zu wenig zur Unterstützung ihrer Arbeit und Tätigkeiten beiträgt (das ist die schlechteste Bewertung unter den teilnehmenden Regionen im Bereich „Internes Klima“). Ganze 32 Prozent sind der Meinung, dass die zur Verfügung gestellten Daten nicht ausreichen, um auf deren Basis wichtige Entscheidungen treffen zu können. 80 Prozent der Verantwortlichen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Auffassung, dass der Sanitätsbetrieb anhand des Budgets gelenkt wird aber nur 30 Prozent glauben, dass die vorgegebenen Budgetziele für die Organisation ihrer Arbeit hilfreich sind (dies ist allerdings ein Wert, der beim Vergleich mit anderen Regionen absolut im Durchschnitt liegt).

„Es war für mich wenige Monate nach meinem Dienstantritt wichtig zu wissen, von welcher Basis wir starten, deshalb ist diese Umfrage ein guter Messgrad“, erklärt Generaldirektor Thomas Schael. „Umso mehr freue ich mich, dass der Sanitätsbetrieb über motiviertes und kompetentes Personal verfügt. Dies ist ein wichtiger Ausgangspunkt, um Synergien und Vernetzungen verbessern und forcieren zu könne, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offensichtlich auch wünschen. Im neunten Jahr nach der Betriebsfusion können wir nun wichtige Projekte betriebsweit durchziehen.“

Schlussfolgerungen

In der aktuellen Phase der Neuorientierung und Veränderung stellen die Ergebnisse der Umfrage für die Direktion des Südtiroler Sanitätsbetriebes nützliche Informationen dar, auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden können, welche direkt die Leistungsfähigkeit des gesamten Betriebes beeinflussen. Vor allem die Aus- und Weiterbildung könnte ein Schlüsselbereich sein, mit dessen Hilfe die Betriebskultur, die Organisationsstruktur, die Kommunikationskultur in den kommenden Jahren verbessert werden könnten. Der Verbesserungsprozess geht jedenfalls mit der Optimierung und Harmonisierung der betrieblichen Prozesse einher, ebenso mit der Entwicklung und Aufwertung des personellen Ressourcen. Der Prozess der Budgetierung soll vertieft werden, denn um effizient zu sein, muss er von den verschiedenen Berufsgruppen mitgetragen werden.

Die Befragung zum Betriebsklima wurde vom MeS – ‘Laboratorio Management e Sanità’, Fachbereich für Management der “Scuola Superiore Sant’Anna” aus Pisa durchgeführt.

Bezirk: Bozen