Von: mk
Bozen – Dank einer von Alperia finanzierten Professur wird die Forschung im Bereich grüner Wasserstoff an der Freien Universität Bozen weiter ausgebaut. Über das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der unibz wird in den kommenden drei Jahren unter Leitung von Prof. Massimiliano Renzi das gemeinsame Forschungsprogramm „Innovative Wasserstofftechnologien als Element des ökologischen Wandels“ laufen.
Wasserstoff stellt eine konkrete Option für saubere Energie dar und wird als vielversprechender Energieträger für nachhaltige Energiesysteme gehandelt. Sein Einsatz ist allerdings immer noch sehr energie- und kostenintensiv. Das gilt auch für die umweltfreundlichste Wasserstoff-Variante, den sogenannten grünen Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energiequellen produziert wird und sich für Südtirol mit seinem großen Wasserkraftreservoir anbietet. Um das große Potenzial dieses Energieträgers immer besser nutzen zu können, ist Forschung in diesem Bereich zentral. Das bestehende Know-how in den Laboren der Fakultät für Ingenieurwesen der Freien Universität Bozen kann nun durch eine Zusammenarbeit mit Südtirols führendem Energiedienstleister Alperia ausgeweitet werden.
Die Finanzierung eines Lehrstuhls von Prof. Massimiliano Renzi soll nächste Schritte im Bereich innovativer Wasserstofftechnologien ermöglichen. Durch die enge Kooperation der Universität mit Alperia über das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der unibz wird ein konkreter Beitrag zur Erreichung von Südtirols Nachhaltigkeitsstrategie erbracht. „Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit kann sein multidisziplinäres Portfolio durch die ingenieurwissenschaftliche Expertise von Prof. Renzi um den Bereich grüne Technologien erweitern, die eine Schlüsselrolle für die Dekarbonisierung spielen”, sagt die Leiterin des Kompetenzzentrums, Prof.in Elisabeth Gsottbauer.
Geplant ist die Errichtung eines weiteren Labors der Forschungsgruppe Energy Resources and Energy Efficiency (ERE2) am NOI Techpark, in dem gezielt an Wasserstofftechnologien und ihrem Einsatz im Bereich Energiesysteme und Mobilität gearbeitet wird. Dabei soll auch das Wasserstoffzentrum H2 in Bozen Süd miteinbezogen werden. „Unsere Forschung reicht von der Produktion über die Speicherung und Verteilung bis hin zur konkreten Verwendung von Wasserstoff“, erklärt Prof. Massimiliano Renzi. In mehreren europäischen Projekten arbeite man dabei mit internationalen Partnern zusammen; doch auch auf lokaler Ebene wird beispielsweise im Rahmen eines vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanzierten Projektes gemeinsam mit Eurac Research am Zukunftstreibstoff Wasserstoff geforscht. „Angesicht der Bedeutung von Fernwärme in Südtirol wollen wir auch prüfen, inwiefern Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Produktion und Verteilung von Wärme beitragen kann“, so Prof. Renzi.
Die Finanzierung des Lehrstuhls für die kommenden drei Jahre – mit Option auf Verlängerung um weitere Jahre – ist nur eine von vielen gemeinsamen Initiativen von Südtirols Energiedienstleister mit der unibz. Im Bereich Energie gibt es unter anderem eine Zusammenarbeit im Bereich Sedimentmanagement; darüber hinaus findet ein konstanter Austausch über Praktika und Abschlussarbeiten von Studierenden statt.
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